Donnerstag, 1. Mai 2014

Der kleine Lord (Little Lord Fauntleroy)



Der kleine Lord
(Originaltitel - Little Lord Fauntleroy)
 

ist ein britischer Fernsehfilm des Regisseurs Jack Gold aus dem Jahr 1980. In den Hauptrollen spielen Ricky Schroeder und Alec Guinness. Als Vorlage diente der gleichnamige Roman von Frances Hodgson Burnett aus dem Jahr 1886.

Seit 1982 wird der Film immer kurz vor Weihnachten auf der ARD ausgestrahlt und besitzt in Deutschland inzwischen Kultstatus.


                                 

Die Handlung spielt um die Wende zum zwanzigsten Jahrhundert. Der siebenjährige Cedric Errol, dessen verstorbener Vater Engländer war, lebt mit seiner aus den USA stammenden Mutter und der Hebamme Mary in sehr bescheidenen Verhältnissen in einem geschäftigen Stadtteil von New York City.
Eines Tages taucht Mr. Havisham, der ehrenvolle Gesandte seines englischen Großvaters, des Earls von Dorincourt, auf und macht Cedrics Mutter das Angebot, zusammen mit ihrem Sohn nach England überzusiedeln, denn Cedric sei einziger Erbe des Adelstitels und des Vermögens seines englischen Großvaters geworden. Er soll den Titel "Lord Fauntleroy" erhalten und zur Vorbereitung auf seine späteren Aufgaben auf seinem künftigen Schloss erzogen werden.
Der mürrische und verwitwete, von Konventionen und Dünkel geprägte Earl, der große Ressentiments gegen Amerika hegt und den jüngsten seiner drei Söhne – Cedrics Vater – wegen dessen Heirat mit einer US-Bürgerin verstoßen hat, gestattet es nicht, dass auch Cedrics Mutter mit im Schloss wohnt, sondern verlangt, dass sie in einer nahegelegenen Privatunterkunft untergebracht wird. Um der Zukunft ihres Sohnes nicht im Wege zu stehen, geht die Mutter, unter der Bedingung, dass ihr Sohn nichts von der Abneigung des Großvaters gegen sie erfährt, auf das Angebot ein. Eine Apanage des Earls lehnt sie ab.
Der zurückgezogen lebende Großvater empfängt seinen Enkel zunächst sehr reserviert. Cedric gelingt es mit seiner aufgeschlossenen und direkten Art jedoch schnell, nicht nur die Anerkennung der Bewohner der Grafschaft zu erringen, sondern auch das verhärtete Herz des greisen Earls zu erweichen: der blüht sichtlich auf, entwickelt eine stolze Liebe zu seinem Enkel (und Erben), übernimmt erstmals auch Verantwortung für seine armen Pächter und beginnt, alte verwandtschaftliche und gesellschaftliche Kontakte neu zu beleben. 
Diese glückliche Wandlung wird erst gestört, als eine Schauspielerin namens Minna auftaucht, die Cedric den Titel und die spätere Erbschaft zu Gunsten ihres eigenen Sohnes streitig machen will, indem sie behauptet, die Witwe des zweitältesten Sohns des Earls zu sein.
Die Geschichte vom sympathischen kleinen Amerikaner, der um sein britisches Erbe gebracht werden soll, zieht weite Kreise und wird auch von der amerikanischen Presse aufgegriffen. So erfahren Cedrics New Yorker Freunde, der Gemischtwarenhändler Mr. Hobbs und der Schuhputzer Dick, ebenfalls davon. 
Wie es der Zufall will, erkennen sie auf einem Zeitungsfoto in Minna die ehemalige Frau von Dicks Bruder Ben wieder, die mit ihrem Kind (einem Neffen Dicks) vor längerer Zeit nach England ausgewandert ist. Unverzüglich reisen Mr. Hobbs, Dick und Ben nach England und können die Betrügerin entlarven.
Erleichtert bereitet man im großen Kreis das Weihnachtsfest vor. Zur Bescherung bittet der alte Earl Cedrics Mutter auf das Schloss, öffnet sich ihr und erkennt sie als seine Schwiegertochter an. Cedric wird als rechtmäßiger Erbe und zukünftiger Earl beim gemeinsamen Mahl gefeiert.